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Tuesday, September 15. 2009
 Und schon wieder Piraten.
Vielerorts – z.B. hier oder hier – wird diskutiert, ob man nun mit den Widerlingen bzw. Schmuddelkindern von der Jungen Freiheit reden sollte oder nicht.
Mich hat etwas ganz anderes entsetzt.
Nämlich daß der Herr Popp, nachdem er die JF schon nicht kannte, noch nicht einmal schnell in der Wikipedia nachgeschlagen hat. Medienkompetenz?
Der relevante Teil steht im ersten Absatz, das hätte man also notfalls auch lesen können, während man gleichzeitig Erstkontakt am Telefon mit denen hat.
Ich halte es mithin für verfehlt zu diskutieren, "ob wir die Entscheidung mit denen zu reden gut finden," da ich nicht den Eindruck habe, dass eine Entscheidung statt gefunden hat – oder dass überhaupt rechtzeitig bemerkt wurde, dass es etwas zu entscheiden gegeben hätte.
Meine Kritik ist folgerichtig eher, dass man den Eindruck vermittelt bekommt, dass der Herr Popp nicht gleichzeitig gehen und Kaugummi kauen kann. So jemanden will man doch nicht wählen!
Now playing:
Moloko – Indigo (You're mixing with felons, man!)
Saturday, September 5. 2009
 Ich wollte mich aus der Piraten-und-Gender -Debatte eigentlich raushalten, aber naja, the best laid plans of cats and men usw.
Ich sehe, wie da massiv – und eigentlich unnötig – aneinander vorbei geredet wird (teilweise aber auch, so scheint es, aggressiv missverstanden). Das führt dann u.a. zu Vorwürfen, daß viele Piraten das tun was sie anderen (Parteien) vorwerfen, nämlich Meinungen an den Start bringen wo sie keine Kompetenzen besitzen. Ich frage mich, ob die Wahrheit zur Abwechslung nicht tatsächlich mal so simpel ist, wie sie sich darstellt –
Meine vorlaeufige Analyse des Kommunikationsproblem ist diese:
Continue reading "Piraten, Piratinnen, PiratInnEn – Feminismus und Freibeuterei"
Friday, August 28. 2009
 Kann man zwei Herren dienen?
Mein aktueller pipe-dream bzw. pet peeve bzw. Grund, warum ich die Piraten fragwürdig finde.
Ich betrachte diese "rechtsfreier Raum" Geschichte mit Sorge. Natürlich ist das inet an vielen Stellen ein weniger "rechtsfreier Raum" als die physische Welt, aber das gilt halt nur, so lange man mit Deutschen zu tun hat, oder mit Dingen wie KiPo, die ohnehin überall verboten sind wo die bytes mehr als tröpfeln. Interessant wird es bei Fragen wie Holocaustleugnung, Volksverhetzung, usw., wo die Ansichten in vielen inet-beteiligten Gemeinschaften, will sagen Staaten, doch auseinandergehen. Da habe ich dann plötzlich lokale Rechte, die ich "global" (richtiger: "inet-weit") nicht durchsetzen kann, und den Konsens, dass sich das "angleichen wird." Der kleinste gemeinsame Nenner ist dann aber nicht so unterschiedlich von "rechtsfreier Raum." Zumindest ist es dann ein "Rechte light"-Raum.
Ich glaube, ich finde das nicht mal gut, aber so lange sich da technisch kaum etwas durchsetzen lässt, ist Gutfinden Makulatur. Das Problem ist ein anderes.
Das Problem ist, dass die Piraten gleichzeitig "internet" und "Deutschland" sein wollen.
Continue reading "Segel, Sintflut, Sinnfrage"
Now playing:
Skunk Anansie – Yes, it's fucking political
Sunday, June 28. 2009
Cleaning up I found some promotional stuff from Joop! that's been sitting there for G-d knows how long. It seems like another strange credo in favor of diceless role-playing: Playing with dice? Kiss mine arse!
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Rush — Roll the bones
Wednesday, April 22. 2009
 «Ich kündige den Mietvertrag für Wohnung. Das Wohnen über einem „Erotikkino“ entspricht nicht unseren Vorstellungen von „Wohnqualität Prenzlauer Berg.“»
Now playing:
Stan Ridgway — Dogs
(This one is for the eyes of the other dogs to come)
Friday, April 3. 2009
 I understand just a little —
¡No comprendo! — It's a riddle! —Wall of Voodoo, Mexican Radio
In dieser Stadt werd' ich immer nur ein Fremder sein, und allein! — Udo Jürgens, Griechischer Wein
Strange is your language, and I have no decoder — Peter Gabriel, I don't remember Weia.
Ich war letztens mit einer Freundin zum Brunch. Also, erst mal habe ich nach allen Regeln der Kunst verschlafen (Meisterin im, 2. Dan), und bin dann mit einem Taxi dahin gejettet. Und dann habe ich mir da einen zurechtgestammelt. Superpeinlich. Kein Satz heile. Macht nichts, sagte Birte, wir füttern Dir jetzt Kaffee. Das bewirkte dann auch Besserung. Schön.
Vorher kam allerdings so ein Mann bei uns am Tisch vorbei, der nach meinen Flöten (s. Bild) fragte und kein Deutsch konnte. Ich drehte mich zu ihm um und hatte ihn schon komplett geflooded bevor mir klar wurde, daß sein English eine Geschwindigkeitsbegrenzung hatte und er das mit den Tuten vielleicht sooo genau auch gar nicht hat wissen wollen. Dann: Katze — exponential back-off (nicht zu verwechseln mit Katz back-off).
Fünf Minuten später war dann auch mein Deutsch am Start.
Ich habe einen IRC-channel der Deutsch ist. Ich blogge manchmal auf Deutsch. Das geht alles auch schon morgens. Das ist es also nicht. Das Gehirn kommt schon recht früh um die Serpentinen der deutschen Sprache. Allein, die Zunge tut's nicht mehr. Zu fremd sind die Silben inzwischen, zumindest zeitweilig. Ich rede beim Brunch deutsch, und drei Sätze beim Einkaufen. Das war's. Gruselig.
So gesehen muss man vielleicht gar nicht aus Berlin wegziehen. Tolle Wurst. Komisch ist es aber trotzdem, denn schon wieder merke ich, wie die Lebensrealität von Menschen weiter auseinanderdriftet. Virtual tribes.
Letztens sass ich mit ein paar neuen Bekannten meiner Altersgruppe beim Klönen, und eine sagte, sie habe Angst vorm Fliegen, woraufhin ich sagte, Die ersten zwei Mal war's spannend, jetzt sind es eher drei Stunden extra Schlaf — «Weckt mich nicht zum Essen!» Worauf die Frage kam, wie oft ich denn flöge, und die Klarstellung, daß sie Angst hätte, überhaupt — zum ersten Mal — zu fliegen. Autsch. Das hatte ich nun überhaupt nicht auf dem Radar, dass es Menschen meines Alters in Westeuropa geben könnte, die überhaupt noch nie geflogen sind. Das ist ja nun spätestens seit den Billigfliegern kein Luxus mehr.
Ich weiss ja, daß gerade in Berlin eine ziemliche Pluralität an Lebensrealitäten vorhanden ist. Ich sag auch nicht, Ich wohn Prenzlauer Berg, so-und-so viel Quadratmeter, ich sage, Ach weh, ich hab mich gerade getrennt, und jetzt habe ich eine Wohnung am Hals, die für eine allein spürbar zu groß — und zu teuer! — ist. Wahr ist beides, aber das erste klingt zu leicht nach Angabe. Muss ja nicht sein. Und reich bin ich ja auch gar nicht.
Aber Realität drückt sich ja ohnehin gar nicht mal so sehr — oder jedenfalls nicht nur — in Geld aus, auch wenn es manches einfacher macht. (Die Theorie sagt ja, Vielen Kleinkram kann man ja mit Geld bewerfen — Zu spät? Taxi! Fensterputzer! Putzmann! — und hat dann mehr Zeit für abstraktere Probleme, die interessanter und/oder einträglicher sind. ) Ich kenne aber einen ganzen Haufen Leute — Studenten, Studerpel, und andere —, die zwar kein Geld haben, aber trotzdem interessante Gedanken (sich also mit abstrakten Problemen zu befassen schaffen). D.h., einen essentiellen Teil von "unterschiedlicher Lebensrealität" verorte ich ganz woanders, nämlich in der Wissbegierde und der Freude am eigenen Gedanken. Leider gibt es aber auch dort eine ziemliche Pluralität, wie ich jüngst schrieb, nachdem ich mal aus dem Elfenbeinturm des my friends, and my friends' friends (FoaF) gekullert bin. Mir floss da in Enttäuschung und Überraschung spontan folgende Minds on Fire -Klassifikatzion aus den Katzentatzen:
- "Leute wie Du und ich"
- Kennt viel Zeug nicht …
- … und hat nicht genug Interesse an neuem, um es in Wikipedia nachzuschlagen wenn es erwähnt wird …
- … und versteht es auch bei beliebig einfachen Erklärungen nicht …
- … und wird aggressiv wenn ihm/ihr unbekannte Worte oder Konzepte erwähnt werden.
Die Stufen 1-4 sind in dieser Reihenfolge OK, unverständlich, traurig, und echt nervig.
Ich denke immer, Bunt ist das Leben und granatenstark, Hoschi! , wenn ich auf ein unbekanntes Wort oder Konzept stosse, und schlage das flugs nach, mit einer eigenartigen Mischung aus Freude (Das Leben bietet immer noch Neues, vielleicht sogar Interessantes! ) und Scham (huch, über 30, und es gibt immer noch Zeug das ich nicht weiss! ).
Daß da Leute stattdessen regelmässig denken, Mir egal! , finde ich … naja, ein bisschen fremdartig (manche würden vielleicht auch hier schon "traurig" raten, aber ich will mal konservativ(!) sein, in dubio pro etc.), glaube ich.
Vielleicht ist das der Unterschied — die einen bleiben mit der Zunge an kaltem Metall kleben, und die anderem mit dem Gehirn an Wikipedia und e2 …
Sunday, January 18. 2009
 Oh Mann, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll.
Gut, sie haben nicht viel über den Fall, aber das scheint ja eher kein Bobbitt zu sein. Ganz klar Was zur Hölle!??
Dann diese Google-Werbung dazu, die suggeriert, Ach, mit den ach so unterwürfigen Asiatinnen ist es wohl doch nicht so weit her, wie wäre es denn mit einer Ost-Frau? Epic fail. Wie Katalogfrau-mäßig die referenzierte site ist, vermag ich spontan nicht zu entscheiden aber
— falls ja, fragt man sich wieder mal, wie genau Google's Do no evil definiert ist …
— die angepriesenen Attribute der "Bewerberinnen" deuten eher nicht darauf hin, daß die Zielgruppe Männer sind, die eine Partnerschaft ohne Gefälle wollen. "Aber vielleicht irre ich mich ja."
— das Geschäftsgebahren (vgl. FAQ, "wir nehmen so alle halbe Jahr mal die Frauen die schon weg sind aus dem Programm") erscheint mir — wie soll ich sagen? — interessant.
Und der Focus? Fail! Eine Zeile über die Diskrepanz in der Anzahl von verstümmelten Männern und Frauen wäre wohl +1 Informative gewesen.
Im anderen Reiter ist übrigens ein in Brand gesteckter Penis; wiederum interessant, weil da eine Frau durchgeknallt ist und glaubte, ihr gehörten die Geschlechtsteile ihres Mannes. Da wird dann korrekt gezeigt, daß das Irrsinn ist, während in der Gegenrichtung Irrsinn von FGM bis proLife in manchen Fällen noch Kultur genannt wird.
Wednesday, December 31. 2008
 Wie wir wissen, können oft nicht mal diejenigen Frauen schlafen, die nicht übelst seelisch traumatisiert sind. Mir persönlich hilft Warten, bis ich urst müde bin und Mit Hörspiel oder Audiobook einschlafen, damit mir nicht langweilig wird bevor ich einschlafen kann, oder mir hundert Sachen einfallen, die ich noch schnell aufschreiben oder ausprobieren muss. In diesem Sinne hier ein paar Notizen zu den von mir gehörten Werken — wohl derjenigen deren Bibliothek auch über eine Audiothek verfügt!
Continue reading "TKKG, Funkfüchse, Discworld/Scheibenwelt, Yiddish Policemen's Union, Tintin, Perry Rhodan"
Tuesday, October 28. 2008
Monday, July 28. 2008
 Nachdem wir uns beim Vorbeigehen mehrmals wunderten, was denn das für ein komischer PC Laden bei uns um die Ecke ist der nicht mal Schaufenster hat, kam letztens die Erleuchtung.
Continue reading "Sultans of Swing"
Saturday, May 24. 2008
 Jemand names Charlotte Roche hat eine Erzählung geschrieben, wo die eine Hälfte "dramatisch überhöht" ist und die andere, was ohnehin jede tut. Das ist ein bißchen so wie, Alle kacken, aber nur Charlotte schreibt ein Buch drüber. Oder auch, Alle kacken, aber nur Charlotte hält sich deshalb für eine Feministin.
Continue reading "Charlotte hat ein Häufchen gemacht"
Wednesday, May 21. 2008
 Kann Feminismus Spaß machen? , ist gefragt. Und ehrlich, ich finde das etwas merkwürdig gefragt. Macht Kampf gegen Sexismus Spaß? Das ist doch das selbe wie, Macht Kloputzen Spaß? Wenn mans nicht tut, erstickt man halt irgendwann in der Scheiße.
Continue reading "Im Blut meiner Feinde"
Now playing:
KMFDM — Attak/Reload
Thursday, April 24. 2008
 Der Telegraph meint, einen Trend zur kleinen Brust ausmachen zu können.
Meh. British chic catches up with continental standards, 20 years late but moving fast. Film at eleven.
Man mag mal eine Ausgabe English Vogue, French Vogue, German Vogue und American Vogue ("bloody Abys- bloody -synian bloody Vogue, darling!" — Italian Vogue lassen wir mal außen vor, die hat sich ja inzwischen zum Schimpfwort unter Feministinnen gemacht mit ihren Gewalt gegen Frauen-Fotostrecken) vergleichen, am Besten aus dem selben Monat, das ist instruktiv. Ebenso ist es interessant, US BH-Grössen mit den deutschen zu vergleichen, sowie die Präferenzen unter den jeweiligen, haha, Herren der Schöpfung. Zum einem ist der "goldene Bruststandard" im englischsprachigen Raum nicht exakt derselbe wie in Kontinentaleuropa. Wenn dort also korrigiert wird, tangiert uns das nicht notwendigerweise. Erstens generell, und zweitens, wenn ohnehin nur in Richtung "unserer" Standards korrigiert wird. Zum anderem ist in Grossbritannien gerade eine Saison mit Lack und Latex und gewissen Schnitten usw. usw. durch, also das was böse Zungen hooker chic nannten — das ist schwer zu steigern, und ich bin nicht überrascht, daß jetzt etwas anderes dran ist, etwas mit weniger "display" z.B. — Mode ist ohnehin reichlich fragwürdig, aber dann eher "immer und überall," als nur dann wenn Frau B vom Telegraph gerade mal meint, nicht die Zielgruppe zu sein.
Continue reading "Höschenroulette"
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Comments
Mon, 08.03.2010 23:36
Mon, 08.03.2010 23:08
Sun, 07.03.2010 14:40
Fri, 05.03.2010 12:11
Fri, 05.03.2010 11:42