Ich hätte das ja gleich erklärt (bzw. in der
Wikipedia verlinkt), aber meine wilden
kenn ich, hab ich seit sechs Wochen das press kit für / hab ich backstage-Pässe für / steh ich auf der Gästeliste, weiß noch nicht, ob ich hingehe
-Zeiten sind ja nun auch schon länger vorbei, und ich rechne ja schon gar nicht mehr damit, irgendwas vor irgendjemand anderem zu wissen.
: ) Flash mobs z.B. kannte ich nur
Tage bevor sie in aller Munde waren, und als mir letztens eine Freundin erzählte, was sie alles "auf dem Zettel habe", und mich dann atemlos fragte,
und bei Dir?
, und ich dann sagen konnte,
Och, eigentlich gar nichts.
, war ich sogar ein bißchen stolz, auch wenn sie mich daraufhin ein wenig mitleidig ansah.
Jo, mien Deern, komm Du ma in mien Alda, dann wullu dat ook.
Da habe ich zehn Jahre lang dran gearbeitet, daß nichts passiert, keine Notfälle mehr,
Ruhe, kein Problem, gute Unterhaltung — und das lasse ich mir auch nicht madig reden. Ich habe mir meine karierten Pantoffeln erarbeitet!
: )

Parkour also. Ein Sport aus dem
Banlieu, ein Sport, der die Angebotslosigkeit der Vorstadt überwindet, ein Sport, in dem es überhaupt darum geht, sich über Beschränkungen hinwegzusetzen, über Hindernisse, ein Sport, in der die ganze Stadt zum Spielzeug, zum Sportgerät wird.
Die Sprünge der Oberliga sind kaum mehr von den
stunts
eines Jackie Chan zu unterscheiden, aber dieser sicherlich spektakulärste Aspekt des
Parkour
, des
Free Running
ist nicht sein Wesenskern, und ein Sprung von einem Geländer einer Freitreppe zum anderen, punktgenau, ist leicht ebenso imponierend, unabhängig davon, ob er in 5o cm oder 5o m Höhe stattfindet. Balance und Körperbeherrschung brauchen nicht immer Gefahr, um zu imponieren, und das Wesen des
free running
ist ohnehin das unaufhaltsame Voranfliessen, die Befreiung von, die Nutzbarmachung auferlegter Struktur.
Jedenfalls ist der Sport nun da ich darüber schreibe vermutlich schon wieder halb
out
; die Fans klagen, wie sollten sie auch anders, über
Kommerzialisierung
, und in London begibt man sich inzwischen vermutlich in Gefahr spontan erschossen zu werden, wenn man einfach so losläuft und Hindernisse überspringt — trotz der BBC-Werbung
Rush Hour
und Reportagen wie
Jump London und später
Jump Britain. Außer der BBC haben natürlich auch TF1 und arte berichtet, und auch die Filmindustrie kommt nicht an den Parkour-Stars vorbei; Luc Besson allein hat das Thema in
Yamakasi und
Banlieu 13 beackert, Toyota und Nike haben Werbespots geschaltet, und im UK arbeitet man derzeit am Kurzfilm
SpaceChase.
Wäre ich also noch siebzehn, ich wäre viel früher im Bild gewesen — und vermutlich auch im Krankenhaus. Mit ganz vielen Batman-Comics. Denn schon Hans Albers wußte:
Von der Außentreppe bis ins Krankenbett ist's nur ein Katzensprung …
If life sucks, wear a helmet, they say, and judging from how big the cat helmet looks on the DVD's cover, life in Catwoman-world seemed to sucks pretty badly. The rumours seemed to support this, focusing on how little of Selina Kyle, the "real Catwoman
Tracked: Sep 29, 15:37